Siedlungsgebiete mit Einwohnern

Pendelndenströme (Summe aus Ein-und Auspendelnden)

Zielorte nach zentralörtlicher Funktion

Weitere Zielorte

Angrenzende Kreisnetze

Verkehrszählung

Verkehrszählung (2021)

Verkehrszählung Schwerlastverkehr(2021)

Unfalldaten von 2022-2024 mit Fahrradbeteiligung

Unfalltyp

Finales Zielnetz (18.02.2026)

Erster Entwurf des Zielnetzes

Wunschverbindungen nach Kategorien

Gefahrenstellen nach Kategorien

Abstellanlagen nach Kategorien

Gute Beispiele nach Kategorien

Führungsform des Radverkehrs

Verkehrsführung

Oberflächenbelag und-qualität

Oberflächenbelag

Oberflächenqualität

Radabstellanlagen
Streckenbezogene Maßnahmen
Punktuelle Maßnahmen
Sonstiges

Priorisierung der baulichen Maßnahmen

Aktuelle Position

Erklärung zur fachlichen Priorisierung und zum Kosten-Nutzen-Verhältnisses

Die fachliche Priorisierung bewertet alle baulichen Streckenmaßnahmen hinsichtlich ihrer zu erwartenden Wirkung auf die Verbesserung der Radverkehrsführung sowie ihrer Bedeutung für das Radverkehrsnetz. Bei der Einschätzung der Wirkung werden die Kriterien „Gefährdung“ und „Wirkung der Maßnahme“ berücksichtigt; zur Bewertung der Netzbedeutung fließen die Kriterien „Erwartete Nutzung“, „Relevanz als Schulweg“ und „Relevanz für Tourismus“ ein. Eine detaillierte Erläuterung der einzelnen Kriterien ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Für jedes Kriterium kann ein Wert zwischen 0 und 1 erreicht werden. Die fachliche Priorisierung ergibt sich aus der gleichgewichteten Summe der erzielten Werte, die nach der Jenks-Methode in drei Prioritätsklassen unterteilt wird. Dabei entspricht die Klasse 1 der höchsten und die Klasse 3 der niedrigsten Priorität. Im zweiten Schritt der Priorisierung werden Kosten und Nutzen der Maßnahmen ins Verhältnis gesetzt. Im Ergebnis erfolgt eine Klassifizierung in die Klassen A bis E, wobei A dem besten und E dem schlechtesten Kosten-Nutzen-Verhältnis entspricht.

Methodische Hinweise zur Bündelung von Maßnahmen: Bei der Bewertung wurden die baulichen Streckenmaßnahmen nicht einzeln, sondern gebündelt betrachtet. Dies bedeutet, dass aneinandergrenzende Streckenmaßnahmen zu Gruppen zusammengefasst wurden, um eine einheitliche Bewertung zu ermöglichen. Der Zweck dieser Bündelung liegt darin, die Umsetzung von durchgehenden Verbindungen für den Radverkehr zu fördern.

Erwartete WirkungNetzbedeutungFachliche PriorisierungKosten-Nutzen-Verhältnis
KriteriumGefährdungWirkung der MaßnahmeErwartete NutzungRelevanz als SchulwegRelevanz für TourismusSummeKlassifizierte BewertungKosten pro m/Summe der BewertungenKlassifizierte Bewertung
Maximalwert Bewertung1111151A-E
ErklärungJe nach Straßen-kategorie und DTV werden die Strecken absteigend zwischen 1 und 0 eingeordnet.Maßnahmen erhalten je nach Wirkung für den Radverkehr einen Wert zwischen 1 und 0. Strecken mit der höchsten Nutzungszahl erhalten den Wert 1, danach erfolgt absteigend ein Wert bis 0.Im Umkreis (Grundschulen 5 Km, weiterführende Schulen 8 km) bekommen die Strecken je nach Entfernung absteigend einen Wert zwischen 1 und 0.Strecken mit Relevanz für den Tourismus erhalten den Wert 1.Mittels der Summe Klassifizierung nach der Jenks-Methode in die Klassen 1-3.Mittels des Endwertes aus der Division Klassifizierung nach gleicher Anzahl in die Klassen A-E.

Zusammensetzung der fachlichen Priorisierung und des Kosten-Nutzen-Verhältnisses


Erklärung zum Kosten-Nutzen-Verhältnis

Was bedeutet Kosten-Nutzen-Verhältnis?

Im zweiten Schritt wird geschaut, ob sich die Investition lohnt. Dafür werden die Kosten einer Maßnahme mit ihrem Nutzen für den Radverkehr verglichen.

Das Ergebnis wird in fünf Klassen eingeteilt:

  • Klasse A: Sehr gutes Verhältnis (viel Nutzen für wenig Geld)
  • Klasse B-D: Mittelmäßig
  • Klasse E: Schlechtes Verhältnis (wenig Nutzen für viel Geld)

Erklärung zur fachlichen Priorisierung

Was bedeutet fachliche Priorisierung?

Die fachliche Priorisierung hilft dabei, Radverkehrsmaßnahmen nach ihrer Wirkung und Bedeutung zu ordnen. Ziel ist es, zuerst die Maßnahmen umzusetzen, die den größten Nutzen für den Radverkehr bringen.

Dabei werden zwei Dinge bewertet:

  1. Wie stark verbessert die Maßnahme die Sicherheit und Nutzbarkeit für Radfahrende?
  2. Wie wichtig ist die Strecke für das gesamte Radnetz?

Konkret fließen folgende Kriterien ein:

  • Gefährdungspotenzial: Wie gefährlich ist die aktuelle Situation für Radfahrende?
  • Wirkung der Maßnahme: Wie stark verbessert sich die Situation durch die Maßnahme?
  • Erwartete Nutzung: Wie viele Menschen werden die Strecke voraussichtlich nutzen?
  • Bedeutung als Schulweg: Ist die Strecke wichtig für den Schulweg?
  • Bedeutung für den Tourismus: Hat die Strecke touristische Relevanz?

Jede Maßnahme bekommt Punkte (0 bis 1) für jedes Kriterium. Daraus ergibt sich eine Gesamtbewertung, die in drei Klassen eingeteilt wird:

  • Priorität 1: Sehr wichtig
  • Priorität 2: Mittelwichtig
  • Priorität 3: Weniger wichtig

Warum werden Maßnahmen gebündelt?

Statt jede Maßnahme einzeln zu bewerten, werden zusammenhängende Streckenabschnitte als Gruppe betrachtet. So entsteht ein durchgehendes Netz, das Radfahrenden eine bessere Verbindung bietet.


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